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Mehrpunkt-Pace-Rechner: Analyse Split für Split.
Aktualisiert 2026-05-23 · 6 Min. Lesezeit
Gib die kumulierte Zeit an jedem Kontrollpunkt deines Laufs oder deiner Fahrt ein. Der Rechner berechnet die Pace für jedes Segment zwischen aufeinanderfolgenden Kontrollpunkten plus den Gesamtdurchschnitt. Füge Zeilen nach Bedarf hinzu oder entferne sie. Die Berechnung läuft in deinem Browser.
Wie die Segmentanalyse hilft
Die Durchschnitts-Pace eines Laufs verbirgt die Geschichte, wie du tatsächlich gelaufen bist. Ein 5K in 25:00 ergibt im Schnitt 5:00/km, aber du bist vielleicht den ersten km in 4:30, den zweiten in 4:50, dann 5:00, 5:10 und 5:30 gelaufen. Der Durchschnitt bleibt gleich, aber das Muster ist ein klassischer positiver Split (zu schnell gestartet, eingebrochen). Wenn du das weißt, kannst du die Pace im nächsten Rennen korrigieren.
Bei einem Marathon kann der Unterschied zwischen einem gleichmäßigen Split und einem positiven Split der Unterschied zwischen einer Bestzeit und einem 30-minütigen Einbruch in den letzten 10 km sein. Die meisten Marathon-Trainingspläne betonen genau aus diesem Grund die Pace-Disziplin. Wenn du nach jedem langen Lauf die Segmente auswertest, baust du das Gespür auf, die Pace im nächsten Rennen zu halten.
Bei Intervalleinheiten entsprechen die Segmente den Belastungsintervallen selbst. Eine typische Einheit von 8 × 400 m erzeugt acht Segment-Paces. Das Muster über sie hinweg verrät die Form: Wenn die Intervalle über die Einheit hinweg langsamer werden, bist du an oder über deiner nachhaltigen Intervall-Pace. Wenn sie gleichmäßig bleiben oder schneller werden, hast du noch Reserven.
Typische Pacing-Muster am Renntag
- Gleichmäßiger Split: alle Segmente innerhalb von ±5 Sekunden pro km. Am schwersten umzusetzen, am effizientesten für Wettkämpfe mit konstantem Tempo. Das Standardziel für erste Marathons.
- Negativer Split: die zweite Hälfte um 1 bis 3 Prozent schneller als die erste. Der Goldstandard für Bestzeitversuche; fast alle Weltrekorde sind negative Splits.
- Positiver Split: die zweite Hälfte langsamer, oft um 10 Prozent oder mehr. Das häufigste Amateurmuster, besonders bei Marathons. Deutet darauf hin, dass die erste Hälfte zu aggressiv war.
- Wellen-Pacing: bewusster Wechsel zwischen schnelleren und langsameren Segmenten (z. B. auf hügeligen Strecken oder beim Fahrtspiel). Anders als ein unbeabsichtigter Einbruch.
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